Sonntag, 26. September 2010

Internet-Sperren: Neues Gesetz soll illegalen Kinofilm-Seiten den Stecker ziehen


Internet-Sperren: Neues Gesetz soll illegalen Kinofilm-Seiten den Stecker ziehen
Einen neuen Ansatz zur Sperrung von Webseiten wird aktuell in den USA verfolgt. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, dass Webseiten sowohl innerhalb oder außerhalb der USA gesperrt werden können, wenn die Inhalte der betreffenden Webseiten gegen geltendes Recht verstoßen. Auch Deutsche User könnten von dem Gesetz betroffen sein: Zahlreiche Webseiten, wie zum Beispiel große Filesharing-Dienste, haben ihre Heimat in den USA und könnten dann möglicherweise auch für deutsche User nicht mehr erreichbar sein.
Die Sperrung von Internetseiten ist ein wiederkehrendes Thema. Nun befasst sich ein neuer Gesetzesentwurf in den USA mit der Problematik. Webseiten, die mit ihren Inhalten gegen geltendes Recht verstoßen, sollen zukünftig einfach abgeschaltet werden können und so weder innerhalb noch außerhalb der USA erreichbar sein. Daher sind auch deutsche User vom neuen Gesetzesentwurf betroffen.
Webseiten aus den USA könnten so auch aus dem Ausland nicht mehr erreicht werden, wenn diese beispielsweise gegen das Urheberrecht verstoßen. Der Entwurf sieht vor, dass das US-Justizministerium gegen Websites vorgehen kann, die mit ihrem Domain-Namen in den USA registriert sind. Fällt der Beschluss negativ aus, soll die Domain abgeschaltet werden. Auf diesem Wege könnten auch deutsche User an dem Besuch amerikanischer Websites, zum Beispiel Filesharing-Portalen, gehindert werden.
Bürger in den USA könnten sogar weitere Maßnahmen drohen. So sollen Provider die Vorschrift erhalten den Zugang zu ausländischen Domains zu verhindern, wenn diese durch das neue Gesetz gesperrt worden sind. Zahlreiche Senatoren haben sich in den USA bereits erfreut über das neue Gesetz gezeigt. Breite Industriezweige, wie Filmstudios und Plattenfirmen dürften ebenfalls hoch erfreut sein. Ob der Gesetzesentwurf tatsächlich zum Gesetz wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen